Schwerpunkte und Ziele

Positive Selbstwahrnehmung

Die Kinder sollen in ihrem Selbstwertgefühl gestärkt werden, damit sie ein gesundes Selbstbewusstsein entwickeln. Positive Bestätigung und Wertschätzung durch die erwachsenen Bezugspersonen sollen nicht an Bedingungen geknüpft sein. Zudem sorgen die Erzieherinnen für einen respektvollen und freundlichen Umgang der Kinder untereinander, damit sich das einzelne Kind angenommen und um seiner selbst geschätztfühlt.

Die Erzieherinnen tragen zudem dazu bei, dass die Kinder ein positives Selbstkonzept entwickeln, indem sie Leistungen der Kinder fördern, helfen, Fähigkeiten zu verbessern, aktiv zuhören und entstehende Gefühle für das Kind in Worte fassen. Zudem achten sie auf ein gepflegtes Äußeres der Krippenkinder.

Die Erziehung zu Selbstbestimmung, Selbständigkeit und Verantwortungsübernahme

ist ein wichtiges Ziel unserer Pädagogik. Wir möchten unseren Kindern vermitteln, ihre Gedanken und Ideen positiv zu formulieren und selbständig umzusetzen. Zudem lernen sie, ihre Gefühle zu äußern und Nein zu sagen. Die Kinder werden zu autonomen Handeln und Denken hingeführt. Sie erhalten im Krippenalltag möglichst häufig die Gelegenheit zu entscheiden, was sie tun möchten und wie sie es tun möchten.

So sollen die Kinder lernen, sich so zu verhalten und zu handeln wie es ihrem Selbst und

ihren persönlichen Werten entspricht. Den Erzieherinnen kommt die Aufgabe zu, die individuellen Fähigkeiten und auch Defizite zu erkennen und darauf einzugehen. Zudem halten sie die Kinder zur Selbständigkeit an. So erlernen sie, alltägliche Dinge ohne Hilfe zu erledigen, z.B. das Anziehen, Zähne putzen, zur Toilette gehen, aufräumen und Schritt für Schritt Verantwortung über das eigene Handeln zu übernehmen.

Das Erlernen von sozialen Fähigkeiten

wird in unserer Tageseinrichtung gezielt gefördert und unterstützt. Die Kinder lernen in der Krippe, Beziehungen außerhalb ihrer Familie aufzubauen, die von Respekt und Sympathie geprägt sind. In der Gruppe lernen sie nach und nach, sich in andere hineinzuversetzen und ihre jeweiligen Motive zu verstehen und zu berücksichtigen.

Die Kinder werden angeleitet, Rücksicht auf Schwächere zu nehmen und sich gegenüber Stärkeren zu behaupten. Gerade das Kleinkindalter ist eine wichtige Zeit, um Konfliktlösetechniken zu erlernen. Die Erzieherinnen helfen den Kindern, die Verschärfung von Konflikten zu verhindern und sich durch andere provozierte Gefühle zu distanzieren und Kompromisse zu finden.

Bei zunehmenden Alter und Sprachschatz der Krippenkinder regt das pädagogische Personal dazu an, Konflikte verbal auszutragen und so einen Kompromiss zu finden. Dabei lernen die Kinder, zuzuhören, andere ausreden zu lassen und bei Unklarheiten nachzufragen, sowie bei Streitigkeiten anderer vermittelnd einzugreifen.

Die Fähigkeit zur Kooperation erlernen die Kinder durch gemeinsame Projekte in der Gruppe, wie z.B. den Küchendienst mit gemeinsamen Tischdecken und Spülmaschine-ausräumen.

Die Förderung einer optimalen Sprachentwicklung

erfolgt durch ein Lernen mit allen Sinnen. Spielerische Angebote dienen z. B. der gezielten Förderung der grob- und feinmotorischen Fähigkeiten, des Gleichgewichtssinnes und der Eigen- und Fremdwahrnehmung. Die Förderung dieser Fähigkeiten sowie der gezielte Einsatz von Spielmaterial als auch Lieder zusammen mit rhythmischen Elementen bilden die Grundlagen für eine optimale Sprachentwicklung. Zudem werden den Kindern möglichst viele Gelegenheiten für Gespräche geboten, z. B. im Morgenkreis, bei der Bilderbuchbetrachtung, Besprechung von gemeinsamen Erlebnissen.

Das pädagogische Personal fördert die Konzentrationsfähigkeit u. a. durch Vorlesen, Geschichten erzählen und Fingerspiele. Konzentrierte Versenkung der Kinder im freien und angeleiteten Spielen und Basteln erhält eine behutsame Unterstützung.

Die Förderung der gestalterischen Kreativität und der Kreativität im freien Spiel

Das Angebot verschiedenster Spiel– und Bastelmaterialien bietet den Kindern die Anregung, ihre gestalterische Kreativität zu entwickeln. So können sie z. B. mit verschiedenen großen Schaumstoff-Formen bauen oder auch unter Anleitung basteln, malen und werken.

Im freien Spiel entwickeln die Kinder neue Ideen. Sie werden dazu ermutigt, Spielzeug und andere Dinge auf alle seine Möglichkeiten hin zu untersuchen und zu verwenden. In regelmäßigen Abständen soll es eine spielzeugfreie Zeit geben, in der die Kinder lernen zu improvisieren.

Musikalische Früherziehung ist in den Krippenalltag, integriert durch tägliches Singen und Musizieren. Zudem bietet das Takatukaland einmal wöchentlich musikalische Früherziehung durch eine Musikpädagogin an. In Kleingruppen erleben die Kinder hier Musik in allen ihren Facetten: Sie singen, tanzen und entdecken erste Instrumente. Hierdurch wird die Sprachentwicklung und Motorik maßgeblich unterstützt.

Förderung der Motorik

Der Toberaum steht den Kindern – außer während der Mittagsruhe – jederzeit zur Verfügung, um ihrem Bewegungsdrang nachzugehen. Hier wird gerannt, gesprungen, durch Kriechtunnel gekrochen und auf dem Trampolin gehüpft.

Zudem gehen alle Kinder einmal wöchentlich in die anliegende Turnhalle der Schwindschule zum Turnen. Durch Sing-, Lauf- und Ballspiele sowie ein erstes Turnen an Groß- und Kleingeräten soll den Kindern hier vor allem die Freude an der (gemeinsamen) Bewegung vermittelt werden.

Natur- und Umwelterfahrungen sammeln die Kinder bei Ausflügen und im Umgang mit Naturmaterialien im Ablauf der Jahreszeiten. Im Sommer verbringen die Kinder den Freitag im Englischen Garten. Die Erzieherinnen haben die Aufgabe, den Kindern Respekt und Verantwortungsgefühl gegenüber den Natur und Sensibilität im Umgang mit anderen Lebewesen beizubringen. Hierbei lernen die Kinder den ersten Umgang und Einschätzung  mit Gefahren (Bienen, Wasser, spielen mit Stöcken).

Genderpädagogik

Im Takatukaland wollen wir das Miteinander von Mädchen und Jungen fördern. Alle sollen die Chance haben, sich auszuprobieren und seine/ ihre Rolle in der Gruppe zu finden. Dabei haben die Kinder aber auch die Möglichkeit, rollenspezifische Spielmaterialien (Puppen, Autos, Konstruktionsmaterial, Verkleidungssachen, Themenecken wie Kinderküche und Bauteppich etc.) auszuprobieren und ins Spiel zu integrieren. Die Eltern leben ihnen vor, dass bestimmte Tätigkeiten nicht zwangsläufig auf ein Geschlecht begrenzt sind. So ist es z. B. selbstverständlich, dass auch Väter kochen, putzen und bei der Betreuung aushelfen und dass Mütter z. B. Renovierungsarbeiten übernehmen

Wissen über Alltägliches erwerben und Lernen lernen

Im Takatukaland lernen die Kinder über Vorbilder. Als positive Vorbilder dienen den Kindern sowohl das pädagogische Personal als auch die Eltern und natürlich die Kinder der Gruppe. Durch die gemischte Altersstruktur haben die Kinder die Möglichkeit, sich etwas von den älteren Kindern abzuschauen bzw. Willensbereitschaft und Verantwortungsbewusstsein erlernen. Außerdem soll den Kindern die Möglichkeit gegeben werden, Dinge ganzheitlich zu erfassen. So werden bei Projektthemen nicht nur Bastelarbeiten gemacht oder nur Lieder gesungen, sondern ein Thema von allen möglichen Seiten aus betrachtet.

 

Ein Beispiel, das Projekt „Brot“:

Was ist Mehl?

Getreidekörner: benennen, betasten, riechen, im Mörser zerstoßen: Mehlherstellung

Was ist Getreide?

Säen der Körner und Beobachten, wie daraus Halme und wieder Getreidekörner wachsen.

Was macht der Bäcker?

Es werden gemeinsam Ausflüge zum Bäcker unternommen. Dort wird Brot gekauft und

die geschmacklichen und farblichen Unterschiede zu Weißbrot und Vollkornbrot werden

erlebt. Außerdem kann man dort auch dem Bäcker über die Schulter schauen.

Wie macht man Brot?

Zum Abschluss des Projekts werden die Kinder selbst zu kleinen Bäckern. Aus verschiedenen Zutaten wird in der Küche ein Brot gebacken, das anschließend gemeinsam gegessen

wird. Begleitend werden verschiedene Bücher zum Thema aus der Bücherei entliehen,

angeschaut, vorgelesen und nacherzählt und es werden passende Lieder gesungen.

Um das neu vermittelte Wissen auch für die Kinder anwendbar zu machen, ist es uns

wichtig, dass die Kinder einen unmittelbaren Bezug dazu bekommen. Deshalb sollen die

Kinder nicht Empfänger sein, sondern aktiv bei der Gestaltung der Projekte mitarbeiten.

Sie sollen Vorschläge machen, auf die eingegangen wird. In den bewusst gesetzten

Freispielphasen haben die Kinder die Möglichkeit, ihr erworbenes Wissen spielerisch zu

rekonstruieren, zu wiederholen und zu vertiefen.

Außerdem erleben die Kinder im Takatukaland eine liebevolle Atmosphäre, in der es

möglich ist, zu experimentieren und auszuprobieren, ohne dass sie Angst haben müssen,

etwas falsch zu machen. Denn aus Fehlern kann man lernen. Und wenn es nur die Erkenntnis ist, dass der gewählte Weg nicht zur Lösung geführt hat und deshalb ein anderer

ausprobiert werden muss.

Das kulturelle Jahr

ist in den Tagesablauf der Kinder eingebettet. Die Bedeutung der Feiertage und Bräuche wird den Kindern durch passende Aktivitäten vermittelt.

Gesunde und bewusste Ernährung

wird durch die bewusste Auswahl eines ökologischen Essensangebots gefördert (Caterer,  Ökokiste). Auch nehmen die Kinder altersentsprechend an der Zubereitung der Brotzeit sowie an jahreszeitabhängigen Back- und Kochaktionen (Weihnachtsplätzchen, Osterbrot,…) teil.

Einbindung der Eltern

erfolgt durch die Wahrnehmung der Elterndienste und die Unterstützung bei Ausflügen. Die Eltern arbeiten darüber hinaus bei der Entwicklung und Umsetzung besonderer Projekte mit. Die Ausgestaltung und Fortentwicklung des pädagogischen Rahmens in Zusammenarbeit mit dem pädagogischen Personal ist allen Eltern ein besonderes Anliegen.

Gemeinsame Projekte

• Ausflüge (Tierpark, Laternenzug, etc.)

• Gemeinsames Sommerfest

• Ein Wochenendausflug in die Berge mit Eltern, Kindern und Erzieherinnen

• Weitere Ausgestaltung der Innenräume (Pinnwände, Hochebene, etc.)

• Eltern vermitteln Themen (z.B. Musikinstrumente, Kasperletheater, spielerisches

Nahebringen einer Fremdsprache durch native speakers etc.)