Methode

Rahmenplan mit situationsorientiertem Ansatz

Wir arbeiten in unserer Einrichtung sowohl altersübergreifend mit der Gesamtgruppe als auch in weitgehend altershomogenen Gruppen, um die Kinder gezielt ihren Ansprüchen entsprechend fördern zu können. Der altersgemischte Ansatz ist uns ein besonderes Anliegen, weil den Kindern eine großfamilienähnliche Struktur geboten wird. Dadurch erlernen die Kinder spielerisch ein positives Sozialverhalten.

Die Kinder werden mit individueller Zuwendung und Aufmerksamkeit betreut, wobei die unterschiedlichen Bedürfnisse der Kinder nach Nähe und Distanz von den Betreuerinnen berücksichtigt werden. Den Kindern wird aber auch viel Freiraum gegeben zu eigenem Handeln miteinander. So lernen sie früh, Verantwortung für sich selbst und andere zu übernehmen. Die Betreuerinnen beobachten und unterstützen sie dabei, d. h. unter anderem greifen sie in einem Konflikt unterstützend ein, wenn die Kinder ihn nicht alleine lösen können, bieten aber nicht direkt die Lösung an. So können die Kinder lernen, eigenverantwortlich zu handeln und Konsequenzen ihres Tuns besser einzuschätzen.

Wir bieten einen Wechsel zwischen freiem Spiel und angeleiteter Tätigkeit an. In unserer Arbeit wird ein situationsorientierter Ansatz verfolgt und in einen Rahmenplan eingebettet.

Der Rahmenplan enthält ein Themenangebot für die Kinder, das sich unter anderem auf den Jahreskreis (Feiertage, Geburtstage) bezieht, sowie auf Themen, die wir für wichtig erachten. Zudem wird jedes Jahr ein übergreifendes Leitthema z. B. Natur, Tiere gewählt, das die Aktivitäten im Takatukaland begleitet. Der Rahmenplan umfasst auch altersspezifische Allgemeinbildung (z. B. Formen, Farben, Buchstaben, Zahlen usw.).

Mit dem situationsorientierten Ansatz greifen wir aktuelle Themen der Kinder auf und integrieren diese in den Rahmenplan, sowohl spontan im Tagesablauf als auch in langfristigen Projekten.

Folgende Elemente tragen zum Rahmenplan bei:

•- Zur Förderung der Motorik, des Gleichgewichtsinns und der Körperbeherrschung bieten wir ein vielseitiges Bewegungsprogramm sowohl in den Räumlichkeiten, in der Turnhalle, als auch im Freien an. 

- Durch den kreativen Umgang mit verschiedenen Materialien (wie Papier, Stifte, Steine, Holz, etc.) möchten wir den Kindern die unterschiedlichsten gestalterischen Möglichkeiten nahe bringen und ihre eigene Kreativität und Wahrnehmung fördern.

- Mit Singen, Rhythmusübungen, Spielen mit selbst gebastelten Instrumenten und Tanzen verschaffen wir den Kindern eine erste Zugangsmöglichkeit zur Musik. Damit sprechen wir auch ihre Kreativität an und stärken das Zusammengehörigkeitsgefühl.•

- Bücher anschauen und vorlesen hat einen hohen Stellenwert im Takatukaland. Die Fantasie der Kinder wird angeregt, ihre Konzentrationsfähigkeit gestärkt, die Sprache wird gefördert und ein Ausgleich für die von Bewegung geprägten Aktivitäten geschaffen. 

- Spiele in der Gruppe stärkt das Sozialverhalten der Kinder.•

- Konzentrationsspiele (Memory, Puzzle) stärken die Ausdauer und fördern die Entwicklung der Konzentrationsfähigkeit. Durch taktile Erfahrungen (auch mit Füssen),das Kennen- und Unterscheidenlernen der verschiedensten Materialien/ Gegenstände wird die Eigen- und Fremdwahrnehmung gestärkt und die sprachliche Ausdrucksfähigkeit angeregt.•

- Vielfältige Naturerlebnisse führen unter pädagogischer Anleitung zu Verständnis fürdie Schönheit und die Vorgänge in der Natur und zu einem respektvollen Umgang mit ihr.

Gemeinschaftserlebnisse wie Mahlzeiten, Spiele, Ausflüge und Feste dienen der Förderung eines sozialen Miteinanders.

 

Tagesablauf

Der Tagesablauf ist zeitlich klar strukturiert. Dadurch erhalten die Kinder eine Orientierungshilfe und gewinnen Vertrauen zu der für sie zu Beginn fremden Umgebung. Ihr neuer Alltag

wird für sie berechenbar. Darüber hinaus wird durch einen klar gegliederten Tagesablauf mit

festen Bring- und Abholzeiten die Durchführung von Wochenprogramm und Projekten ermöglicht. Die zeitliche Gliederung und das Wochenprogramm sind in sich flexibel gestaltet,

sodass ein situationsbezogener Ansatz verfolgt werden kann.

Wichtig ist uns die Integration eines jeden Kindes in das Takatukaland und den Tagesablauf.

Die Integration eines neu aufgenommenen Kindes beginnt mit der Eingewöhnungszeit, deren Ablauf im Anhang B beschrieben ist. Die Eingewöhnungszeit kann einen flexiblen Zeitraum beanspruchen, in der Regel 3 – 4 Wochen. Die Anwesenheit eines Elternteils in den ersten Tagen ist notwendig, um dem Kind Sicherheit für die Orientierung in der neuen Umgebung zu geben.